Überzeugende Leistungen im Langlauf

Anja Wicker überrascht sich selbst mit Platz drei im Klassik-Sprint. Der Allgäuer Marco Maier knackt derweil die C-Kader-Norm   

 

Der Bundestrainer Ralf Rombach war zufrieden. Weil es so viele seiner Athleten am Mittwochnachmittag auch waren. „Das war ein sehr erfreulicher Tag“, sagte Rombach. Erhofft mochte er sich den erfreulichen Tag haben, erwartet hatte er ihn nicht, zählt der Langlauf-Sprint doch nicht unbedingt zu den Paradedisziplinen der Deutschen. Ein Trio aber sorgte für gute Laune.

Da war zum einen Anja Wicker, die ihre anhaltende Müdigkeit auf der Strecke völlig abstreifte, auf der Zielgeraden dann auch ihre Chance auf einen Podestplatz am Schopf packte und hinter Oksana Masters (USA) und Maria Iovleva (Russland) ins Ziel fuhr. „Ich habe die Ideallinie genutzt. Dieser dritte Platz ist unerwartet, aber umso schöner“, sagte die Stuttgarterin.

Da war zum zweiten Nico Messinger, der es erstmals bei einem Sprint ins Halbfinale schaffte – und das, obwohl der Freiburger nach seinem Ausfall am Dienstag noch immer kränkelte. Die Entscheidung, trotzdem zu starten, stellte sich für ihn und seinen Begleitläufer Lutz Klausmann als goldwert heraus.  

Und da war zum dritten Marco Maier, der das Halbfinale als Vorlauf-13. knapp verpasste, aber trotzdem jubeln konnte. Denn sein gestecktes Ziel, die C-Kader-Norm zu knacken, erreichte er dank eines beherzten Auftritts. „Echt geil, dass es gereicht hat“, sagte der 16-Jährige. „Es macht mich stolz zu sehen, dass ich auf dem richtigen Weg und schon für manchen anderen eine ernstzunehmende Konkurrenz bin.“

Als Vierter seines Halbfinals schrammte Martin Fleig knapp am Endlauf bei den Männern sitzend vorbei, bei denen der Ukrainer Maksym Yarovyi siegte. Max Hauch belegte im Prolog Platz 13 und verpasste das Halbfinale um acht Zehntel. Pech hatte auch Clara Klug. Die Münchnerin stürzte im Halbfinale und verlor beide Stöcke. „Danach war nichts mehr zu holen“, sagte sie. Vivian Hösch war am Mittwoch nicht am Start. (ben)

 

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