Das Beste kommt zum Schluss

Im letzten Weltcup-Rennen in Vuokatti holen Martin Fleig und Anja Wicker Medaillen. Auch die Teamkollegen liefern starke Resultate ab.

 

Der erste Biathlon-Weltcup des Winters 2014/2015 ist Geschichte – und das deutsche Team hat zum Anschluss noch einmal alles aus sich herausgeholt. Im Sprint (6km/7,5 km) machte sich das prompt bemerkbar. Zwei Athleten ragten heraus: Martin Fleig feierte das erste Podium seiner Weltcup-Karriere, Anja Wicker bereits das zweite der Saison.

Den 25-jährigen Fleig konnten dank seiner starken Laufform weder ein Schießfehler noch ein Sturz in der letzten Kurve von seinem Paukenschlag abhalten. „Ein Riesendank an die Techniker, die mir einen sehr guten Ski hingezaubert haben“, sagte er. Schneller als der Gundelfinger waren nur die beiden Russen Ivan Golubkov und Aleksandr Davidovich. Max Hauch kam auf Rang elf.

Die Stuttgarterin Anja Wicker freute sich nach Rang drei hinter der überragenden Russin Marta Zaynullina und Oksana Masters (USA) über „einen Superabschluss dieses Weltcups“. Als besonders spannend bewertete sie den Test mit elektronischen Waffen, die Gewehre mit klassischen Patronen in Wettkämpfen des Internationalen Paralympischen Komitees künftig ersetzen könnten. Wicker blieb fehlerfrei.

Über ein perfektes Schießergebnis durfte sich auch Nico Messinger (Freiburg) freuen, der nicht nur deswegen mit seinem Guide Philip Burchartz (Lenzkirch) auf Platz zehn fuhr - sein erstes Top-Ten-Ergebnis bei einem Weltcup. „Das viele und harte Training hat sich gelohnt“, sagte der 20-Jährige.

Für Vivian Hösch und Florian Schillinger endete ihr letzter Auftritt vor der Heimreise mit einem starken fünften Platz, zum Treppchen fehlten lediglich 43 Sekunden. Hösch blieb fehlerfrei, in der Loipe drückte das Duo auf die Tube. „Jetzt  blicken Florian und ich einer guten WM-Vorbereitung nach Weihnachten entgegen“, sagt die 23-Jährige.

Als selbige hatte der Bundestrainer Ralf Rombach bereits die beiden finnischen Wochen in Vuokatti geplant. Dass das deutsche Nordic Paraski Team trotz der Anstrengungen drei Podestplätze eroberte, freut Rombach. „Das ist mehr als wir erwartet haben“, sagt er. „Mit der Entwicklung der Athleten können wir insgesamt zufrieden sein.“ (ben)

 

Alle Resultate aus Vuokatti lassen sich HIER noch einmal nachlesen.