Der Kampf mit dem Anstieg

Bei seinem ersten Langlauf-Rennen über 20 Kilometer wird Steffen Lehmker Zehnter. Er bleibt der einzige Deutsche an Tag zwei des Oberrieder Weltcups.

    

Am Samstag hatte sie das Virus im deutschen Mannschaftshotel schon merklich geschwächt, in der Nacht auf Sonntag schlug es dann vollends zu. An einen Start beim Langlauf über die lange Distanz im freien Stil war für die beiden Top-Athleten Andrea Eskau und Martin Fleig nicht zu denken.

Besonders für den Lokalmatadoren Martin Fleig ist das eine bittere Nachricht, hatte ihn doch schon beim letzten Weltcup in Oberried vor vier Jahren eine Erkältung gestoppt. Da auch Anja Wicker, Nico Messinger, Alexander Ehler, Marco Maier und Patrik Fogarasi auf einen Start verzichteten, blieb es Steffen Lehmker vorbehalten, die deutschen Fahnen zu vertreten.

Für den Steher vom WSV Clausthal-Zellerfeld war das eine doppelt besondere Aufgabe, wagte er sich doch erstmals in seiner jungen Karriere an ein 20-Kilometer-Rennen. Und er begann fulminant, machte in der ersten Runde einen starken Eindruck. Dann aber plagte ihn ein Seitenstechen, die harte Strecke tat ihr Übriges. „Die langen Anstiege waren sehr hart. Da habe ich zu viel Zeit verloren“, sagte er.

Platz zehn in 49:45.1 Minuten ist dennoch ein respektables Ergebnis für den Bad Bevenser. Den Sieg holte sich der Franzose Benjamin Daviet hauchdünn vor dem Weißrussen Ihor Reptyukh, Platz drei ging an Vladislav Lekomtsev.

Lehmker will nun im ersten Biathlon-Rennen am Donnerstag neu angreifen, genau wie Clara Klug und Vivian Hösch, die dann erstmals in Oberried antreten. Zuvor steht am Dienstag der Langlauf-Sprint im klassischen Stil an. Wie viele Deutsche dann dabei sein können, entscheidet sich kurzfristig. (ben)

Alle Termine und Resultate vom Weltcup gibt es auf www.paralympic.org/nordic-skiing/calendar-results.