Der Snowstorm geht weiter

Die Katarina Witt-Stiftung fördert eine neue Stufe des Projekts mit einer großen Summe. Das Geld fließt in die Arbeit mit gehbehinderten Kindern und Jugendlichen.    

 

Vor den Paralympischen Spielen von Sotschi 2014 entwickelte ein Konsortium aus Wissenschaft und Industrie für das Nordic Paraski Team Deutschland neue biomechanisch und reibungstechnisch optimierte Sitzschlitten – mit Erfolg. Nun geht das Projekt „Snowstorm“ in eine zweite Phase – und in die Breite. Das Ziel diesmal: gehbehinderten Kindern und Jugendlichen den Weg in den Sport zu ebnen.

Sie sollen mit Schlitten trainieren, die im Winter wie im Sommer zum Einsatz kommen können und variabel auf unterschiedliche Behinderungsgrade und Größen einstellbar sind. Das Projektteam um den sportlichen und sportpolitischen Leiter Ralf Rombach sowie den technischen Leiter Prof. Matthias Scherge von der Fraunhofer Gesellschaft sehen darin einen vielversprechenden Beitrag zur Inklusion durch Sport.

Vier Schlitten sind nun finanziert, dank der Unterstützung der Katarina Witt-Stiftung. Die Initiative der ehemaligen deutschen Spitzensportlerin und Doppel-Olympiasiegerin fördert die Anschaffung mit einer beachtlichen Summe. Ihre 2005 ins Leben gerufene Stiftung hat die körperliche Mobilität von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung im Fokus – aus der Überzeugung heraus, dass der „Sport viel bewegen kann: Motivation und Selbstbewusstsein, aber auch die Verbesserung der motorischen Fähigkeiten“.

Ein erster Einsatz der vier Schlitten ist bereits gebucht. Im Rahmen von „Snowstorm 2.0.“ wird es auf dem Gelände des Nordic Centers Notschrei einen Schnuppertag geben, der sportlich begeisterten Rollstuhlfahrern erste Gleitversuche in einem Schlitten ermöglicht. (ben)