Die Möglichkeiten erkennen

Clara Klug wirbt bei einer Aktion der Stiftung MyHandicap für eine stärkere Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion am Arbeitsplatz  

 

Natürlich hat sie kräftig in die Pedale getreten. Es ging schließlich um eine Sache, die nicht nur ihr, sondern vielen Sportlern mit Behinderung auf den Nägeln brennt und am Herzen liegt: Inklusion am Arbeitsplatz. Für die Stiftung MyHandicap war das Thema derart wichtig, dass sie eine Inklusion-Tandem-Tour durch Bayern auf die Beine stellte. Unter anderem mit dabei: Clara Klug vom Nordic Paraski Team Deutschland.

Gedacht war die Tour als Antreiber für das neue Aktionsbündnis „Jobs für Menschen mit Behinderung“, dem Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft angehören. Drei Tage lang, vom 21. bis 23. September, ging es von Nürnberg über Erlangen und Ingolstadt nach München, mit Stippvisiten bei Unternehmen wie Siemens, Audi, dem Münchner Flughafen und Allianz SE.

Bei dem Versicherungs- und Finanzdienstleister nimmt die 21-jährige Klug derzeit die Möglichkeit eines Praktikums in der IT wahr – und warb im Rahmen der Aktion gemeinsam zum Beispiel mit der Behindertenbeauftragten des Bundes, Verena Bentele, und der dreifachen Behindertensportlerin des Jahres, Anna Schaffelhuber, für eine größere Offenheit mit dem Thema.  

Viele Unternehmen sehen bereits ihre Chancen in der Inklusion von Mitarbeitern mit Behinderung“, sagt Klug und ist davon überzeugt: Es sollten noch viel mehr sein. MyHandicaps öffentlichkeitswirksame Tandem-Tour habe hoffentlich dazu beigetragen, „dass bald noch mehr Betriebe ihre Möglichkeiten erkennen“. (ben)   

Foto: Christiane Reppe