Ein knüppelharter Start

Die deutschen Langläufer haben auf der Langdistanz beim Weltcup-Finale mit der anspruchsvollen Strecke zu kämpfen

 

Sie wissen durchaus zu begeistern, die Norweger. Beim Weltcup-Finale in Surnadal brachten die Gastgeber den Wachstruck der Skilangläufer an den Start. Und auch die Loipen im hohen Norden lassen das Sportlerherz höher schlagen. „Wunderschön“ sei die Strecke, verriet Anja Wicker am Dienstag. Doch wunderschön allein ist sie nicht, sie ist auch knüppelhart.

Wicker und ihre Nationalmannschaftskameraden bekamen das am ersten Wettkampftag zu spüren. Der Langlauf verlangte ihnen alles ab, ein Podiumsplatz war im Rennen über die Langdistanz für keinen der deutschen Starter drin. „Es hat sich von Anfang an zäh angefühlt“, sagte die Stuttgarterin Wicker nach zwölf Kilometern und Platz sechs.

Auf den gleichen Rang bei den Männern im Schlitten über die 15 Kilometer kam Martin Fleig, der sich trotz des starken Teilnehmerfelds etwas mehr ausgerechnet hatte. Auch ihm schwante schon früh Böses. „Ich war heute nicht in der Lage, bis zum Ende hin durchzuziehen. Mir hat die Kraft gefehlt“, berichtete der Freiburger. Max Hauch kam als Neunter ins Ziel.

Auch die Frauen mit Sehbehinderung kamen an diesem Tag nicht an die äußerst starke Konkurrenz aus Russland und der Ukraine heran. Clara Klug freute sich im Ziel dennoch, hatte sie doch erstmals ein Rennen über 15 Kilometer bewältigt. „Ich musste schon nach der zweiten von fünf Runden sehr kämpfen, aber ich weiß jetzt, an welchen Schrauben ich über den Sommer drehen kann“, sagte sie.

Vivian Hösch beendete das Rennen einen Platz vor ihrer Teamkollegin und hielt ihren Rückstand auf die Siegerzeit im Rahmen. Nicole Hofmann stieg vorzeitig aus. (ben)

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