Endspurt zum Startschuss

Das Nordic Paraski Team will sich in Livigno in Südtirol den Feinschliff für den Weltcup-Auftakt in Kanada holen.   

 

Thüringen, Südtirol, Kanada: die deutschen Para-Skilangläufer und -Biathleten sammeln zurzeit fleißig Reisekilometer. Wenige Tage nach der Rückkehr aus Oberhof ging es für das Team Anfang dieser Woche nach Livigno in Südtirol. Auf 1800 Meter erwartete sie ein lang vermisster Freund: der Naturschnee.  

Gut 20 Kilometer Spuren gibt es rund um das lombardische Alpenstädtchen derzeit zu erkunden, vom Hotel aus können die Athleten sofort starten. Entsprechend voll ist es. Der Deutsche Ski-Verband ist da, Österreichs Spitzensportler auch. „Das Wetter ist schön und die Bedingungen gut“, sagt der deutsche Para-Skilanglauf- und Para-Biathlon-Bundestrainer Ralf Rombach.

Einige seiner Schützlinge konnten zwar noch nicht richtig loslegen – Steffen Lehmker und Martin Fleig strandeten wegen einer Autopanne vorübergehend in der Schweiz, Clara Klug kämpft noch mit den Auswirkungen einer Zahn-OP. Doch bis zum 30. November bleibt noch viel Zeit, sich den Feinschliff für den Weltcup-Auftakt vom 9. bis 17. Dezember im kanadischen Canmore zu holen. 

Bereits einige Zeit in Livigno hinter sich hat Andrea Eskau. Die Elsdorferin absolviert seit zwei Wochen ein Höhentrainingslager, um sich optimal auf ihre Saison vorzubereiten – und auf deren Höhepunkt: die Paralympischen Spiele im März im südkoreanischen Pyeongchang.

Aber auch Eskaus Teamkollegen waren im November schon äußerst fleißig. In der DKB Skisport Halle Oberhof brachten sie herausfordernde Einheiten hinter sich und genossen die Momente auf Schnee trotzdem – selbst wenn der in dem Fall noch künstlich war. (ben)