Eskau kommt, sieht und siegt

Die Paralympicssiegerin von Rio gewinnt beim ersten Start ihr erstes Weltcup-Rennen des Winters. Die deutschen Männer müssen im Langlauf passen.  

 

Stürmisch ging’s zu beim ersten Weltcup-Rennen im Ski Nordisch des Internationalen Paralympischen Komitees überhaupt in der Ukraine. „Ganz schön widerlich“, nannte Sitzskiathletin Anja Wicker augenzwinkernd die Bedingungen am Freitag im Western Center. „Die Strecke war vom Tiefschnee nicht zu unterscheiden.“

Ständiger Schneefall und Böen machten das Langlauf-Rennen im klassischen Stil zum Auftakt der Weltcup-Woche in Syanky bei Lviv zur Schwerstarbeit. Wicker beendete ihr Rennen über die 2,5 Kilometer als Vierte und war damit zufrieden. Den Sieg holte sich in beeindruckender Manier eine Teamkollegin: Andrea Eskau, die damit ihren ersten Start in dieser Saison gleich vergoldete.

Nach Gold und Silber mit dem Handbike bei den Paralympics von Rio 2016 hatte die 45-Jährige den ersten Weltcup ausgelassen, um sich in Ruhe auf den Winter vorzubereiten. Und vorbereitet scheint Eskau im Hinblick auf die WM zu sein. Mit ihrer Zeit von 10:17,6 Minuten blieb sie mehr als eine halbe Minute vor der Weißrussin Lidziya Hrafeyeva. Auf die Dritte Beibei Chu (China) fuhr sie mehr als eine Minute Vorsprung heraus. „Ein sehr gelungener Einstand. Das gibt mir ein gutes Gefühl für meine derzeitige Form“, sagte sie. 

Bei den Frauen mit Sehbehinderung kamen Clara Klug (mit Guide Martin Härtl) und Vivian Hösch (mit Florian Schillinger) über 5 Kilometer auf die Ränge vier und sechs. Die Österreicherin Carina Edlinger schnappte sich mit Bruder Julian als Begleitläufer ihren ersten Weltcup-Erfolg. Die deutschen Männer Nico Messinger und Martin Fleig mussten am Freitag aussetzen. Beiden macht eine Erkältung zu schaffen. (ben)  

Die Ergebnisse vom Tag und die weiteren Termine gibt es im Kalender des IPC.