Frohen Mutes nach Sapporo

Die deutschen Athleten ziehen ein positives Fazit des Testevents von Pyeongchang. Zum Abschluss holt Andrea Eskau Bronze. Nun geht es weiter zum Weltcup-Finale nach Japan.

 

Platz drei für Andrea Eskau, Platz vier für Martin Fleig und Platz sechs für Anja Wicker – so lauten die finalen Ergebnisse der Wettkämpfe im südkoreanischen Pyeongchang. Der Langlauf über die mittlere Distanz bildete den Abschluss des Testevents für die Paralympics 2018, bei denen ein auch nur annähernd ähnlich gutes Resultat wie bei diesem Weltcup (4x Gold, 4x Silber, 3x Bronze) ein Riesenerfolg wäre.

Die letzte Medaille in Südkorea ging auf das Konto von Andrea Eskau, die für ihre fünf Kilometer 16:52.5 Minuten benötigte. Gold holte Oksana Masters (USA, 16:11.6 Minuten), Silber Liudmila Vauchok (Weißrussland, 16:48.1 Minuten). „Ich habe mich etwas müde gefühlt. Die Strecken fordern uns ganz schön“, sagte Eskau. Die 45-Jährige möchte die gesammelten Erkenntnisse nun fürs Training nutzen, um im kommenden Jahr gestärkt zurückzukehren.

„Läuferisch habe ich im Sommer noch viel zu tun“, sagte auch Anja Wicker nach ihrem Rennen (18:29.3 Minuten), doch zwei klasse Biathlon-Rennen (ein Sieg, ein zweiter Platz) und die generellen Eindrücke stimmen die Stuttgarterin positiv. „Es war superschön in Pyeongchang. Ich freue mich darauf, nächstes Jahr wiederzukommen.“

Martin Fleig fehlte in seinem Rennen über 7,5 Kilometer nach 22:22.0 Minuten nur 1,2 Sekunden aufs Treppchen. Dort feierten neben dem Drittplatzierten Eui Hyun Sin (Südkorea) vor allem die US-Amerikaner Daniel Cnossen (21:34.7 Minuten) und Andrew Soule (21:48.5 Minuten). „Hart und konsequent an meinen Schwachstellen trainieren“, hat sich Fleig für die nächsten Monate vorgenommen. „Die Strecken hier sind nicht einfach und sehr technisch. An diesen Ecken muss ich arbeiten, damit ich nicht unnötig Zeit liegen lasse.“

Nico Messinger und Clara Klug verzichteten am Mittwoch auf einen Start. Während es für den Freiburger wie geplant nach Hause geht, reist die Münchnerin gemeinsam mit Eskau, Wicker und Fleig weiter zum Weltcup-Finale nach Sapporo (Japan). Allgemeines Ziel dort: die Platzierungen im Gesamtweltcup halten.

Dort ist Eskau momentan Zweite im Langlauf und Dritte im Biathlon, Fleig und Wicker führen im Biathlon, Klug ist dort Dritte, mit komfortablen Vorsprung auf Platz vier und 25 Punkten Rückstand auf Olga Prylutska vor ihr. Zu verdanken hat sie das auch ihrem ersten Weltcup-Sieg, den sie im Sprint am Freitag eingefahren hatte. Ihr Fazit: „Eine bessere Generalprobe für die Paralympics hätte es gar nicht geben können.“ (ben)

Der Stand im Gesamtweltcup findet sich auf https://www.paralympic.org/nordic-skiing/rankings