Goldener Abschluss des Weltcups

Am letzten Tag im Western Center holen die deutschen Biathleten über die Mitteldistanz zweimal Gold und zweimal Silber. Vor allem Martin Fleig sorgt für Furore.         

 

So verabschiedet man sich gerne: die deutschen Mannschaft hat am letzten Tag des Weltcups im Western Center der Ukraine mit einer kollektiven Glanzleistung aufgewartet. Über 10 bzw. 12,5 Kilometer holten sie sich mächtig Selbstvertrauen für die Heim-WM, die mit einer Eröffnungsfeier am 10. Februar beginnt.

Einen versöhnlichen Abschluss nach einer schwierigen Woche genoss Martin Fleig. Der Freiburger, der während des Weltcups aufgrund einer Erkältung lange Zeit weder trainieren noch starten hatte können, holte in 40:21.4 Minuten nach tadelloser Schießleistung seinen zweiten Weltcup-Erfolg. „Es war ein tolles Rennen“, bestätigte er. „Ich wusste, dass ich so etwas drauf habe, aber dass es nach dieser Woche klappt, hat mich selbst überrascht.“ Den Weißrussen Dzmitry Loban verwies Fleig um acht Sekunden, Platz drei ging an Taras Rad aus der Ukraine.

Ihren fünften Sieg im sechsten Rennen feierte Andrea Eskau, dies trotz zweier Schießfehler. Sie kam in 40:34,5 Minuten vor Teamkollegin Anja Wicker (41:10.0 Minuten) ins Ziel.  Die Weißrussin Lidziya Hrafeyeva blieb als Dritte deutlich hinter dem deutschen Duo. „Ich habe das Rennen in der Loipe gewonnen. Die Laufform passt schon in Richtung WM. Für das Schießen muss ich mein System aber stabilisieren“, sagt Eskau. Anja Wicker freute sich über Silber. „Es hat gut getan, noch einmal null zu schießen.“

Ziemlich müde fühlte sich Clara Klug mit fünf schweren Rennen in den Beinen vor dem finalen Start. Umso überraschender war das Resultat. Hinter Oksana Shyshkova kam Klug auf den Silberrang. „Ich kann nicht glauben, dass es zum zweiten Platz gereicht hat“, sagte sie nach dem Zieleinlauf – und sprach von einem „insgesamt Super-Weltcup“, der ihr Kraft schenke. „Diese positiven Gefühle will ich zur WM mitnehmen.“

Nico Messinger komplettierte das deutsche Ergebnis mit seinem Guide Christian Winker auf dem neunten Platz. „Läuferisch ging es besser als in den vergangenen Tagen, leider hatte ich drei Schießfehler“, sagte er. Für ihn und für Vivian Hösch gilt es nun, Erkältungen vollständig auszukurieren, die zuletzt um sich geschlagen hatte im Team. Trotzdem zog der Bundestrainer Ralf Rombach ein positives Fazit der Zeit in der Ukraine. „Die Athleten, die starten konnten, haben sich leistungsmäßig sehr gut geschlagen.“ (ben)

 

Foto: NPC Ukraine. Die Ergebnisse vom Tag und die weiteren Termine gibt es im Kalender des IPC.