Im südkoreanischen Frühling

Die deutschen Langläufer kämpfen in Pyeongchang über die Langdistanz mit weichem Schnee. Andrea Eskau holt Silber  

 

Der Frühling hat zugeschlagen in Pyeongchang. Was Sonnenanbetern Genuss bereitet, ist für die nordischen Paraskifahrer ein Problem. „Die Bedingungen sind furchtbar, der Schnee ist so weich, dass jede Kurve eine wahre Freude ist. Ich hoffe, wir bekommen hier noch mal Winter“, berichtete die Stuttgarterin Anja Wicker nach dem Langlauf-Rennen über die Langdistanz von zwölf Kilometern. Auch ihre Teamkameradin Andrea Eskau sagte: „Die Strecken waren heute leider in einem sehr schlechten Zustand.“  

Das deutsche Schlittenduo und Martin Fleig bei den Männern versuchten das Beste aus der Situation zu machen. Während Clara Klug (Magen-Darm- Probleme) und Nico Messinger (konzentriert sich auf die kürzeren Distanzen) auf einen Start verzichteten, nutzten sie das Rennen als Testevent für die Paralympics in einem Jahr. „Ich bin froh, die Strecken besser kennenzulernen. Die Baustellen werden dadurch gut sichtbar“, sagte Andrea Eskau.

In 42:13.3 Minuten wurde die 45-Jährige Zweite hinter Oksana Masters aus den USA (41:02.1 Minuten). Bronze ging an Birgit Skarstein aus Norwegen (42:41.0 Minuten). Anja Wicker wurde in 47:21.3 Minuten Siebte. Bei den Männern über 15 Kilometer nutzte der Südkoreaner Eui Hyun Sin seinen Heimvorteil und siegte in 45:41.2 Minuten vor Andrew Soule aus den USA und dem Kanadier Chris Klebl. Martin Fleig wurde in 47:29.3 Minuten Fünfter. „Ich bin zufrieden, mehr war heute nicht drin“, sagte er.  (ben)

Foto: Ralf Kuckuck / DBS-Akademie. Die Ergebnisse und weiteren Termine stehen auf www.paralympic.org/nordic-skiing/calendar-results.