Langer Atem in Leutasch

Die Langläufer des Nordic Paraski Teams beweisen beim Ganghoferlauf in Tirol Stehvermögen

 

Im Ziel musste Anja Wicker  erst einmal ihre Gedanken sortieren. Anstrengend ist sie gewesen, die Sonntagmittagsbeschäftigung der 23-jährigen Stuttgarterin beim traditionsreichen Ganghoferlauf in Leutasch (Tirol), oder mit ihren eigenen Worten: „Es war richtig hart, eine Quälerei, aber ein Riesenspaß“.

Auf ihre Leistung konnte Wicker jedenfalls stolz sein. 42 Kilometer hatte sie bei dem Marathon-Volkslauf absolviert und ihre bis dato längste Strecke um mehr als zwölf Kilometer übertroffen – dies in einer Zeit, die sie selbst überraschte. Die vier Stunden hatte sie angepeilt, letztlich aber nur etwas mehr als dreieinhalb gebraucht.  „Das war super gut, eine tolle Erfahrung“, sagt sie.

Sehr zufrieden mit seiner Marathon-Premiere war auch der Freiburger Martin Fleig, der gemeinsam mit dem Bundestrainer Ralf Rombach unter zweieinhalb Stunden blieb. Martin Härtl, sonst Trainer und Begleitläufer von Clara Klug, und Max Hauch kamen eine knappe Viertelstunde nach ihnen ins Ziel.

Der deutsche Nachwuchsläufer Marco Maier, der im Dezember 2014 sein Weltcup-Debüt gefeiert hatte, bezwang die 20-Kilometer-Skating-Strecke, ebenso wie Vivian Hösch mit ihrem Begleitläufer Florian Schillinger. „Der Start mit so vielen Leuten um einen herum war eine Herausforderung, aber Florian hat sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen lassen“, berichtet die 23-jährige Freiburgerin.

Ins Ziel kam das Duo nach 1:30.30 Stunden – und Hösch genoss vor allem das Gleiten bei ihrem ersten Volkslauf. Ein tolles Resultat gelang auch Tino Uhlig über die 50 Kilometer im klassischen Stil. Der Baiersbronner lief in 2:32.00 Stunden auf Rang 28 seines Rennens. Alle Ergebnisse sind online nachzulesen.

Im Weltcup-Geschehen wird es für das Nordic Paraski Team Deutschland in genau zwei Wochen wieder ernst. Dann startet im norwegischen Surnadal das erste Rennen des Saisonfinales. (ben)