Mit aktivierten Kräften

Zum Abschluss des ersten Weltcups bleiben die Deutschen zwar ohne Medaille, sind mit Leistung und Zeiten aber zufrieden.

 

Mit einem Langlauf-Rennen im freien Stil über 2,5 Kilometer bei den Frauen und 5 Kilometer bei den Männern ist am Freitag der erste Weltcup des laufenden Winters im finnischen Vuokatti zu Ende gegangen. Für die deutsche Mannschaft ist es eine sehr intensive Woche gewesen, mit vielen Trainingseinheiten parallel zu den Rennen. Ziel: die Laufform zu verbessern.

Das hat sich offenbar ausgezahlt. „Ich konnte im letzten Rennen endlich das umsetzen, was ich wirklich drauf habe“, sagte Martin Fleig nach seinem fünften Platz in 15:19.5 Minuten. Zu Trygve Steinar Larsen (Norwegen) auf Platz zwei fehlten nur etwas mehr als elf Sekunden, einzig der Sieger Maksym Yarovyi aus der Ukraine lief ein eigenes Rennen.

Einen ähnlichen Verlauf nahm das Rennen bei den Frauen mit Sehbehinderung. Die Dauererste Oksana Shyshkova (Ukraine) lief allen davon, Olga Prylutska (ebenfalls Ukraine) auf Rang zwei und Clara Klug (mit Guide Florian Grimm) als Sechste trennten dagegen genau zwölf Sekunden. „Ich bin technisch gut gelaufen und konnte noch mal alles mobilisieren. Es war ein schöner Abschluss“, sagte Klug. Deren Zeit: 7:15.3 Minuten.

Vier Zehntel vor ihr lag Teamkollegin Vivian Hösch (mit Begleitläufer Florian Schillinger), die mit diesem Resultat ebenfalls zufrieden sein konnte. „Ich habe mich in der Loipe noch mal spritzig gefühlt“, sagte die Freiburgerin – und zog auch insgesamt eine positive Bilanz der Woche von Vuokatti. „Das letzte Rennen stimmt mich positiv für die weitere Saison und die WM. Die steht klar im Mittelpunkt.“ 

Bei den Frauen im Schlitten kamen Anja Wicker und Nadia Schumacher auf die Plätze 7 und 13. „Das war ganz okay, eine Minute Rückstand auf Oksana ist akzeptabel“, sagte die Stuttgarterin mit Blick auf Siegerin Masters aus den USA. Die von einer Erkältung wiedergenesene Nadia Schumacher genoss ihren zweiten Weltcup-Einsatz in vollen Zügen. „Es hat Spaß gemacht“, berichtete die Würzburgerin und bedankte sich bei ihren Teamkollegen Wicker und Fleig. „Ich habe von beiden viele gute Tipps bekommen.“

Nico Messinger (mit Lutz Klausmann) beendete sein letztes Rennen in Vuokatti in 12.27.5 Minuten als Elfter, Steffen Lehmker kam in der stehenden Konkurrenz in 12.47.4 Minuten auf Rang 13. „Das Rennen war in Ordnung. Mir sind am Ende etwas die Kräfte ausgegangen“, gab Messinger zu Protokoll. Lehmker blickte auf das Ende seines zweiten Weltcups voll Zuversicht und Tatendrang zurück. „Ich weiß, woran ich weiter arbeiten muss. Erfahrung zählt momentan noch mehr als das Ergebnis.“

Nächste Gelegenheit, Erfahrung zu sammeln und in WM-Form zu kommen, haben die Athleten des Nordic Paraski Teams vom 13. bis 20. Januar in der Ukraine. Im Western Center findet dann der zweite Weltcup statt. (ben)

Ergebnisse und weitere Termine gibt es im Kalender des IPC.