Mit Sternchen vor den Augen ins Ziel

Vivian Hösch und Nico Messinger bewältigen den „härtesten 400-Meter-Lauf der Welt“. Anja Wicker unterstützt derweil ein integratives Sportfest in Franken.   

 

Es waren nur 400 Meter, aber die angeblich härtesten der Welt. Auf der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt haben Vivian Hösch (mit Guide Florian Schillinger) und Nico Messinger (begleitet vom Nachwuchs-Bundestrainer Michael Huhn) am Red Bull 400 teilgenommen – einem Lauf vom Auslauf der Schanze bis zum Starterhäuschen. Und vor allem Hösch war begeistert.

„Das war ein geniales Event“, schwärmte die 24-jährige Freiburgerin nach den 8:53 Minuten von unten nach ganz oben. Hösch und Schillinger hatten sich akribisch auf den Lauf vorbereitet, indem sie sich die Strecke schon zwei Tage vor dem Wettkampf anschauten. „Ich wollte die Steilheit erfühlen, eine gute Lauf- und Kraxeltechnik finden und ein Gefühl für diese besonderen 400 Meter bekommen“, sagte sie.

Die Strecke im Überblick 

Das hat geklappt. Hösch bewies in ihrem Lauf einen Riecher für die richtige Taktik und machte vor allem zum Ende hin mächtig Dampf. „Der Anlauf der Schanze hat noch einmal alle Kraftreserven gefordert“, sagte sie. Angefeuert vom frenetischen Publikum kam sie ohne Ab- oder Ausrutscher ins Ziel. „Danach hatte ich erst mal schmerzende Beine und Sternchen vor den Augen.“

Ihr Begleiter Florian Schillinger startete zudem allein im Vorlauf der Männer und qualifizierte sich in der guten Zeit von 5:21 Minuten für das A-Finale, verzichtete dort dann aber auf einen Start. Nicht ganz so gut lief es bei Nico Messinger, der schon mit schweren Beinen an den Start gegangen war. „Es war eine ziemlich zähe Angelegenheit.“, sagte er. Ins Ziel kam er nach etwas mehr als siebeneinhalb Minuten. „Ich hatte mir mehr erhofft.“

Anja Wicker hat derweil einen Ausflug nach Mittelfranken hinter sich – auf Einladung des Theresien-Gymnasiums Ansbach. Ein Projekt-Seminar der Schule veranstaltet seit Jahren integrative Sportfeste, orientiert am Ablauf Olympischer Spiele. Wicker traf als paralympische Botschafterin auf Siebtklässler des Gymnasiums und Kinder mit Behinderung der Sebastian-Strobel-Schule Herrieden.

Anja Wicker mit dem Projekt-Seminar 

Ziel des Seminars: einen respektvollen Umgang im Miteinander zu vermitteln und dabei den Teilnehmern jede Menge Spaß bereiten. Die waren dann auch mit Feuereifer dabei, wie Wicker berichtet. „Trotz 35 Grad waren alle super motiviert. Es war eine Ehre, das Sportfest zu unterstützen.“ (ben)

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