Schneekinder in Finsterau

20 Nationen reisen zum IPC-Weltcup in Finsterau an. Bei der Eröffnungsfeier gibt es massig Schnee von oben. Aber die Schirmherrin Verena Bentele weiß zu beruhigen.

 

Dicke Schneeflocken fielen unablässig vom Himmel herab, als am frühen Samstagabend im Finsterauer Skistadium der Weltcup des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) eröffnet werden sollte. Kalt war es obendrein, aber deswegen noch lange nicht ungemütlich. Mit seinem warmherzigen und stimmungsvollen Willkommensgruß hat das Organisationskomitee Lust auf die anstehende Woche gemacht.

Es kommt nicht von ungefähr, dass Langläufer und Biathleten aus 20 Nationen in den Bayerischen Wald gereist sind. Sportler nicht nur aus Russland, der Ukraine und den USA, sondern auch aus der Mongolei, Brasilien und Spanien. Bei ihrem bis dato letzten Ski-Nordisch-Weltcup für die IPC 2011 haben die Finsterauer als Ausrichter viele Freunde gewonnen.

Der Einlauf des deutschen Teams

Auch diesmal begrüßten Grundschulkinder als Fahnenträger jede Delegation in deren Muttersprache, bevor es mit zünftig bayerischen Brauchtümern und einem Feuerwerk weiterging. Die Schirmherrin des Weltcups, die zwölffache Paralympicssiegerin und jetzige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, packte da die Sehnsucht. „Vielleicht hole ich einfach meine Ski raus und fahre mit euch mit“, sagte sie in ihrer Begrüßungsrede.

Bevor es aber am Montag beim ersten Rennen, dem Biathlon-Sprint, ernst wird, stehen am Sonntag ein Training und ein Rookie-Race in der freien Technik für Nachwuchsfahrer auf dem Programm. Die Meteorologen haben sechs Grad plus und Regen vorausgesagt. „Aber keine Sorge“, sagte Verena Bentele und beschwor höhere Mächte. „Die Finsterauer haben einen Vertrag mit dem Wettergott.“(ben)

 

Alle Termine und Ergebnisse der Saison stehen wie gewohnt im Rennkalender des IPC.