Schnorcheln beim Sprint

Die frühlingshaften Bedingungen in Pyeongchang machen den Athleten weiter zu schaffen. Clara Klug nimmt es mit Humor. Andrea Eskau holt wie bei der WM Silber.

 

Vom Schnee ist entlang der paralympischen Strecken von Pyeongchang immer weniger übrig. Was schon in den vergangenen Tagen ein Problem war, verschärft sich von Wettkampf zu Wettkampf. „Heute hätte man eher Schwimmflügel und Schnorchel statt Skier gebraucht“, kommentierte Clara Klug die Verhältnisse nach dem Langlauf-Sprint trocken.

Die 22-jährige Münchnerin beendete mit ihrem Begleitläufer Florian Grimm den Prolog beim Klassik-Sprint mit der fünftbesten Zeit, hatte im Halbfinale gegen Carina Edlinger aus Österreich und Oksana Shyskova aus der Ukraine aber keine Chance. „Die Loipen waren tief und die Spuren kaum mehr vorhanden. Es war enorm schwierig“, berichtete sie. Edlinger und Shyshkova liefen im Finale zu Silber und Bronze, ganz vorne stand die Weißrussin Sviatlana Sakhanenka.

Bei den Frauen in der sitzenden Konkurrenz schafften es Andrea Eskau und Anja Wicker gemeinsam ins Finale. Dort wurde die 45-jährige Elsdorferin Zweite, Wicker blieb der sechste Rang. „Im letzten Lauf stand das Wasser teilweise auf der Strecke. Da war für mich nichts mehr drin. Aber ich habe mein Ziel erreicht“, sagte die Stuttgarterin. Zufrieden war auch Eskau, die zwar Oksana Masters (USA) vorbeiziehen lassen musste, den Rest des Feldes aber deutlich hinter sich ließ.

Nico Messinger (mit Guide Lutz Klausmann) verpasste das Halbfinale klar. „Ich bin leider zurzeit überhaupt nicht fit“, sagte der 22-Jährige, der nach der Heim-WM wegen einer Erkältung nicht trainieren hatte können. Sein Freiburger Vereinskamerad Martin Fleig schonte seine Kräfte für das Biathlon-Rennen über 15 Kilometer am Dienstag. (ben)

Alle Ergebnisse stehen auf www.paralympic.org/nordic-skiing/calendar-results.