Sonnenkinder in Südtirol

Zum Auftakt des Trainingslagers in Ridnaun könnten die Bedingungen kaum besser sein. Das Team will die Woche nutzen, denn von 22. Februar wird es wieder ernst.

 

Schön ist’s in Südtirol, die Fotos lassen keine Zweifel. „Die Sonne des Südens scheint uns auf den Kopf“, berichtet der Bundestrainer Ralf Rombach. Doch bevor irgendwelche Irrtümer entstehen: das 17-köpfige Aufgebot des Nordic Paraski Teams Deutschland, darunter neun Aktive, ist nicht zum Vergnügen nach Ridnaun gereist. Der Heim-Weltcup in Finsterau naht.

Am 22. Februar steigt im bayerischen Wald das erste von sechs Rennen, bei denen die deutschen Langläufer und Biathleten vor heimischem Publikum entsprechend engagiert und ehrgeizig an den Start gehen möchten. Ende Januar trafen sie sich dafür im Schwarzwald zum Lehrgang, seit Samstag und noch bis Ende nächster Woche holen sie sich in Ridnaun den letzten Schliff.

Ein Teil des Teams in Ridnaun

Wettbewerbsspezifisches Training bedeutet dabei: von umfangreichen langsam zu intensiven Einheiten gehen. Ralf Rombach zeigte sich nach den ersten Eindrücken des Trainingslagers zufrieden, das Leistungsniveau seiner Sportler sei schon ordentlich. Auch Andrea Eskau, für die im Sommer-Paralympics-Jahr Finsterau der einzige Weltcup der Saison bleibt, mischt voll mit. Trotz Fokus auf Rio: Finsterau lässt sie sich nicht entgehen.

Lediglich für zwei Newcomer liegt der Schwerpunkt in Südtirol noch mehr auf dem Grundlagentraining. Beide werden beim Heim-Weltcup bei den Stehern starten. Der eine, Youngster Marco Maier vom SK Nesselwang, kann dabei auf Erfahrungen der vergangenen Saison aufbauen. Der andere, Steffen Lehmker aus Uelzen in Niedersachsen, feiert sein Debüt.

„Beide sollen sehen, wo die Musik spielt. Von den Besten lernen sie am besten“, sagt der Bundestrainer über sein Nachwuchsduo. Doch nicht nur bei Maier und Lehmker ist zu spüren: die Vorfreude auf Finsterau steigt. (ben)