Stockschübe fürs Selbstvertrauen

Clara Klug und Vivian Hösch kommen im Sprint (0,8 km/1,3 km) ins Halbfinale, Nico Messinger und Max Hauch verpassen es nur knapp.

 

„Beim Sprint“, sagt Nico Messinger, „muss alles zusammenlaufen“. Was das bedeuten kann, mussten der 20-jährige Freiburger und sein Guide Philip Burchartz am Sonntag am eigenen Leib erfahren. Ein Wimpernschlag von sechs Zehntel Sekunden fehlte dem Duo nach 1,3 Kilometern im freien Stil zum Einzug ins Halbfinale. Messinger und Burchartz wurden Elfte.

An Messingers Zufriedenheit konnte das aber nicht rütteln. „So nah war ich noch nie an der Weltspitze dran“, sagt der Freiburger, der aus diesem Resultat gehörig Selbstvertrauen für den Sprint bei den Weltmeisterschaften in Cable/USA Ende Januar zieht. „Ich kann zuversichtlich sein.“

Viele Stockschübe fürs Selbstbewusstsein hat sich auch ein zweiter Neuling im deutschen Weltcup-Team geholt. Clara Klug lieferte im Prologrennen ihre bis dato beste Leistung der finnischen Woche ab. „Das war grandios“, jubelte die Münchnerin gemeinsam mit ihrem Begleitläufer Martin Härtl nach Rang fünf.

Im Halbfinale war die Luft bei der verausgabten Klug zwar draußen, trotzdem wertete der Bundestrainer Ralf Rombach den Auftritt als „kleines Ausrufezeichen“. Lob gab es von ihm auch für Messinger und Max Hauch, der als 14. sein Halbfinale auch nur knapp verpasste. „Nico und Max haben für ihre noch junge Langlaufkarriere ein sehr gutes Ergebnis abgeliefert.“

Gebissen haben am dritten Adventssonntag auch Vivian Hösch und Florian Schillinger in ihren beiden Rennen. Nach souveräner Qualifikation fürs Halbfinale schnupperten die Freiburger bis zum letzten Anstieg an einer Finalteilnahme, mussten sich dann aber doch geschlagen geben und kamen einen Platz hinter den Teamkollegen Klug/Härtl auf Rang acht. „Es war ein spannender und hart umkämpfter Lauf“, berichteten sie.

Für Anja Wicker und Martin Fleig war am Sprint-Sonntag dagegen Erholung angesagt. Sie greifen am Dienstag wieder ins Geschehen ein. Dann findet ein weiterer Biathlon-Wettbewerb statt, bei dem erstmals mit elektronischen Waffen geschossen wird.  (ben)