Snowstorm

Das Projekt „Snowstorm“

Martin Fleig und Anja Wicker im Schlitten

Die Paralympischen Spiele von Sotschi 2014 standen vor der Tür, als sich ein schlagkräftiges Konsortium aus Sport, Wissenschaft und Industrie für das Projekt Snowstorm zusammenschloss. Ihr Ausgangspunkt war die Gewissheit, dass die körperlichen Behinderungen der aktiven Schlittenfahrer im Nordic Paraski Team Deutschland nach kreativen, teils ungewöhnlichen Lösungen verlangen, gerade wenn es um die richtige Technik und die Nutzung von Sportgeräten geht.

Das Ziel des Zusammenschlusses war es, einen biomechanisch und reibungstechnisch optimierten Skischlitten zu entwickeln, der an den Behinderungsgrad der Sportler angepasst ist. Die Ergebnisse von Sotschi mit drei goldenen und einer silbernen Medaille sprechen für sich. 

Konstruktion des Skischlittens

Herkömmliche Konstruktionen sind meistens mit Metallrohren gefertigt und wiegen zwischen sieben und 15 Kilogramm. Eine zentrale Aufgabe des Konsortiums lag daher darin, die Schlittenmasse zu reduzieren. Bei der Wahl eines Leichtbaukonzepts sahen die Entwickler das größte Potenzial in der sogenannten generativen Fertigung – zumal das die Chance bot, den Sitz des Schlittens individuell zu gestalten, mithilfe eines dreidimensionalen ergonomischen Abdrucks des Athleten. 

 

Modell eines Schlittens