Aus der Vorbereitung

Frankreich, Frankreich

Der Nationalkader wird auf der Suche nach einem neuen Ort für Lehrgänge in der Haute Maurienne Vanoise fündig.

Gruppenbild mit der französischen Nationalmannschaft am Col de l'Iseran, Foto: Anais Bescond

Eigentlich wollte Ralf Rombach nur einen Tipp einholen. Der deutsche Bundestrainer im Para Ski nordisch kontaktierte seinen französischen Amtskollegen Vincent Duchêne und fragte ihn, ob er eine Empfehlung abgeben könne für ein Quartier in Bessans, einer lediglich rund 350 Einwohner starken französischen Gemeinde am Rande des Nationalparks Vanoise. In dem hochgelegenen, sowohl für Sommer- als auch für Biathlon-Training geeigneten Örtchen nicht weit von der italienischen Grenze entfernt überlegte Rombach eine neue regelmäßige Anlaufstelle zu etablieren. Eine, an der sich die deutsche Mannschaft auf die Paralympics 2030 in den französischen Alpen einstimmen kann.

Vincent Duchêne musste nicht lange nachdenken. Und erkundigte sich obendrein, wann das deutsche Team denn vorhabe, nach Bessans zu kommen. Am Ende traf man dort aufeinander, absolvierte zwar kein komplettes gemeinsames Trainingslager, aber immerhin vier Einheiten zusammen – und knüpfte auch bei einem Grillabend weitere freundschaftliche Bande.

Ralf Rombach war von der Zeit in Bessans angetan. „Der Ort liegt in einem ruhigen, landschaftlich schönen Tal“, sagt er. „Die Anlage ist passend für den Para Sport. Wir konnten dort gut trainieren und wollen wieder hin.“ Auf dem Plan für die Premiere standen Skiroller-Einheiten an den Pässen der Umgebung, Biathlon-komplex-Training und Bergtouren zu Fuß. Die Mannschaft sammelte beispielsweise auf dem herausfordernden Weg zum Col de l’Iseran reichlich Höhenmeter. Am kommenden Wochenende steht am heimischen Bundesstützpunkt in Freiburg und am Notschrei im Schwarzwald die erste Zentrale Leistungskontrolle des Jahres an.

Weltmeisterschaft 2027 im eigenen Land

Derweil haben die Weltverbände IBU (Biathlon) und FIS (Skilanglauf) ihr Wettkampf-Programm für die kommende Saison bekannt gegeben. Deren Höhepunkte sind die Para Weltmeisterschaften Ende Januar 2027 im Langlauf in Finsterau (Bayerischer Wald) und Ende Februar 2027 im Biathlon in Pokljuka (Slowenien). An beide Orte hat die deutsche Mannschaft gute Erinnerungen, die Vorfreude auf das WM-Heimspiel ist besonders groß.

Hinzu kommen Weltcups an sechs unterschiedlichen Stationen auf dem europäischen Kontinent, wobei zum Auftakt im Dezember 2026 im finnischen Vuokatti sowohl Biathlon- als auch Langlauf-Rennen stattfinden werden. Die FIS hat für die kommende Saison zwei neue Wettkampfformate ins Programm aufgenommen: einen Skiathlon und einen Team-Sprint. Die Entscheidung ist Teil des Entwicklungsplan des Ski-Weltverbands zur langfristigen weiteren Entwicklung des Para Skisports.

Foto: Anais Bescond

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