Paralympics 2026
Wildcard für Steffen Lehmker
Der 37-Jährige vom WSV Clausthal-Zellerfeld kommt über Umwege nach Italien.
Vor acht Jahren gewann er bei seinen ersten Paralympics im südkoreanischen Pyeongchang eine Bronzemedaille mit der Langlauf-Mixed-Staffel. Vor vier Jahren verpasste er coronabedingt die Spiele von Peking. Und auch in diesem Jahr sah es so aus, als fände Mailand & Cortina 2026 ohne Steffen Lehmker statt. Der Niedersachse hatte zwar als einer von neun deutschen Männern im Para Ski nordisch die Qualifikationsnorm des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) geschafft, fiel aber raus, weil dem DBS nur sieben Startplätze zur Verfügung standen.
Mit der Nachricht, die Steffen Lehmker nun erreichte, hatte er jedenfalls nicht mehr gerechnet: Er rückt ins deutsche Aufgebot für die Paralympics in Italien nach, nachdem sein Antrag auf einen sogenannten Bipartite-Platz - sprich: eine Wildcard - vom Weltverband positiv entschieden wurde. „Insgeheim gehofft habe ich natürlich schon, aber es ist verrückt, dass es nun klappt. Die Vorfreude ist entsprechend groß“, sagt der Berufsschullehrer, der nun Sonderurlaub beantragen muss, um ins laufende Trainingslager nach Toblach nachzureisen.
Eine zweite deutsche Wildcard für Deutschland gab es für die 17-jährige sehbehinderte Para Ski alpin-Fahrerin Maya Fügenschuh aus dem Sportinternat in Freiburg. Als Guide steht Fügenschuh eine olympiaerfahrene Athletin zur Seite: Johanna Holzmann (30) nahm 2022 in Peking im Skicross teil.
Foto: Ralf Kuckuck / DBS
