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Ein Dutzend für Prince George
04.02.2019 09:56
Aufgebot für die WM in Kanada

Ein Dutzend für Prince George

Der Bundestrainer Ralf Rombach nominiert neun Athletinnen und Athleten plus drei Begleitläufer für die am 15. Februar beginnenden Weltmeisterschaften.

Andrea Eskau und Anja Wicker in Aktion

Der amtierende Doppelweltmeister Martin Fleig (Ring der Körperbehinderten Freiburg) und die achtfache Titelträgerin bei Weltmeisterschaften im Para Skilanglauf und Para Biathlon Andrea Eskau (USC Magdeburg) führen das deutsche Aufgebot bei der Mitte Februar in Prince George (Kanada) beginnenden Ski-Nordisch-WM für Parasportler an. Für Fleig ist es die sechste Teilnahme bei einer Weltmeisterschaft, Eskau ist zum fünften Mal dabei. „Es ist jedes Mal etwas Besonderes“, sagt der 29-jährige Gundelfinger, der zumindest eine Medaille aus British Columbia mitnehmen möchte, „egal welche Farbe“.

Neben dem Duo, das in den vergangenen Jahren für die größten deutschen Erfolge im Para Ski Nordisch sorgte, hat der Bundestrainer Ralf Rombach zehn weitere Athletinnen und Athleten nominiert. In der sitzenden Konkurrenz ist zusätzlich zu Fleig und Eskau die 27-jährige Anja Wicker (MTV Stuttgart) vorgesehen. Die Titelverteidigerin im Biathlon über 12,5 Kilometer hat allerdings seit dem jüngsten Weltcup in Östersund (Schweden) mit einem schwerwiegenden Überlastungssyndrom im Arm zu kämpfen und kann derzeit nicht trainieren. „Ich versuche, optimistisch zu bleiben“, sagt sie.

In der stehenden Konkurrenz ist das deutsche Team mit Steffen Lehmker (WSV Clausthal-Zellerfeld), Alexander Ehler und Marco Maier (beide SV Kirchzarten) vertreten. In der Klasse der Sehbeeinträchtigten starten Clara Klug (PSV München) mit ihrem Guide Martin Härtl, Nico Messinger (Ring der Körperbehinderten Freiburg) mit Lutz Klausmann sowie Johanna Recktenwald (Biathlon Team Saarland) mit Simon Schmidt. Die 17-Jährige feiert in Prince George genau wie Ehler und Maier ihr Debüt bei einer WM im Para Ski nordisch. „Es ist eine große Ehre und ich freue mich riesig“, sagt die Schülerin aus Marpingen.

Noch bis zum 7. Februar bereitet sich ein Großteil der deutschen WM-Fahrer im Höhentrainingslager im italienischen Livigno auf den Saisonhöhepunkt vor. Einzig das Team Klug/Härtl trainiert individuell im bayerischen Mittenwald und in Seefeld/Tirol, weil Klug noch Uni-Klausuren zu bewältigen hatte. Der WM-Flieger nach Kanada hebt am 12. Februar ab. Das erste Mal um Medaillen geht es dann am 16. Februar im Biathlon-Rennen über die mittlere Distanz. Bis zum 24. Februar folgen zwei weitere Biathlon-Wettkämpfe und vier Langlauf-Rennen, darunter die Staffel am 23. Februar.

Foto: Luc Percival. Weitere Infos zur Weltmeisterschaft stehen auf den Seiten von World Para Nordic Skiing.

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